Der Skorpion, einundzwanzigster Teil

Langsam kehrte Mourose ins Bewusstsein zurück. Sie lebte? Verwirrt öffnete sie die Augen. Um sie war nur Schwärze. Unter Schmerzen richtete sie sich auf. Sie war zu Boden geschleudert worden, die Feuersbrunst war mit gleißender Helligkeit und mörderischer Hitze über sie hinweggefegt. Ihre Haut fühlte sich an, als würden sie tausend Nadeln stechen. Sie nahm ein Knicklicht und aktivierte es, um an sich herabzusehen. Sie war nicht verbrannt. Nur einige Stellen ihrer Kleidung waren leicht verkohlt.

Das hätte nicht passieren dürfen! Sie wäre in Stücke gerissen worden, so nahe sie an der Quelle gewesen war. Viel eher war es so, als wäre sie nur von den Ausläufern der Explosion gestreift worden. Ihre Gedanken wurden von dem leisen Zischen neben sich unterbrochen. Das Biest. Es lebte auch noch! Es hockte neben ihr auf dem Boden. Im grünlichen Schimmer des Knicklichtes wirkte es auf unheimliche Weise surreal. Plötzlich wurde ihr klar, was geschehen war. Es muss die Waffe in den Gang geworfen haben. Es hatte erkannt, dass es eine Bombe war.

„So leicht entkommst du mir nicht!“ rief sie und sprang auf die Beine, doch es klang kraftloser als sie erhofft hatte. Nun musste sie wieder mit Schwertern kämpfen, was ihre Chancen lebendig aus der Sache rauszukommen, enorm schmälerte. Sie brauchte ihre Kraft als Nephilim, aber so sehr sie es auch versuchte, sie verwandelte sich nicht. Panik stieg in ihr auf. Dennoch griff sie mit all ihrer verbleibenden Kraft an. Was blieb ihr schon anderes übrig.

Aber noch bevor sie den ersten Schwertstreich vollenden konnte, hatte es sie an den Handgelenken gepackt, und wickelte den langen Schwanz wie eine Würgeschlange um sie, so dass ihr jede Bewegung unmöglich wurde. Es riss ihr die Schwerter aus den Händen und warf sie weg. Mehr aus Verzweiflung denn aus Angst schrie sie wie sie es noch nie getan hatte. Sie fühlte sich mit einem Mal so müde. Warum verließen sie ihre neu gewonnenen Kräfte ausgerechnet jetzt? Resigniert gab sie auf.

„Na los, bring es zu Ende,“ sagte sie leise und erwartete das Unvermeidliche. Die anderen würden hoffentlich gewarnt sein, wenn sie sich nicht meldete. Und sie würden mit mehr Waffen zurückkehren. Es war eine dumme Idee gewesen, das alleine regeln zu wollen. Hätte sie doch nur auf Luzifer gehört. Er hatte diese Phase der naiven Übereifrigkeit schon vor Jahrtausenden hinter sich gebracht.

Ich will dich nicht töten.

Der Schwanz ließ sie plötzlich wieder frei, und sie fiel unsanft zu Boden. Verwirrt drehte sie sich zu dem Biest um.

„W..was?“ stammelte sie und richtete sich mit dem Oberkörper auf. Sie konnte nicht glauben, was sie da empfangen hatte! Ob das ein Täuschungsmanöver war? Aber das wäre eigentlich nicht nötig, so hilflos wie sie nun war. Wollte es nur mit ihr spielen, nun da es eindeutig überlegen war? Es hockte sich neben ihr auf den Boden und verharrte dann völlig bewegungslos. Es machte tatsächlich keine Anstalten mehr sie anzugreifen. Sie brauchte einige Zeit, um in dieser merkwürdigen Situation wieder einen klaren Gedanken fassen zu können.

„Warum willst du mich nicht mehr töten?“

Ich brauche dich.

„Was solltest du schon von mir für einen Nutzen versprechen? Von einem gewissen Nährwert mal abgesehen.“

Wenigstens kehrte ihr Sarkasmus wieder zurück.

Du bist weitaus wertvoller für mich. Nur durch dich kann ich überleben.

Mourose lachte und schüttelte den Kopf. Wie absurd das doch war. Da redete sie regelrecht mit dem Biest, dass bis vor kurzem noch eine absolut tödliche Gefahr für sie dargestellt hatte.

„Egal, was du dir von mir versprichst, glaubst du ich bin nach all dem, was du getan hast, noch dazu bereit, dir in irgendeiner Weise helfen zu wollen?“

Die Antwort war ein bedrohliches Zischen und Entblößen der Zähne.

„Schon gut, ich hab verstanden. Was verlangst du von mir?“

Schütze mich vor den anderen.

„Du weißt, dass du letztendlich ihrer Überzahl und ihren Waffen unterlegen wärst, nicht wahr? Und dass du hier auf ewig eingesperrt wärst. Warum bist du denn überhaupt erst ausgebrochen und hast Ben umgebracht?“

Ich dachte, du wirfst mir das nicht vor.

„Eh?“

Es legte den Kopf schief.

Das hast du gesagt.

„J..ja, stimmt. Aber da wusste ich noch nicht, dass du so clever bist! Du hättest wissen müssen, was du damit für Reaktionen heraufbeschwörst.“

Was beschwerst du dich überhaupt? Du konntest ihn doch sowieso nicht leiden.

„Weich nicht vom Thema ab! Ob ich ihn mochte oder nicht, das tut nichts zur Sache. Ich hätte ihn nie und nimmer deswegen den Tod gewünscht!“

Es war notwendig.

„Notwendig war gar nichts! Du musstest keinen Hunger leiden.“

Darum ging es nicht.

„Worum dann? Wurde es dir zu langweilig in deinem Käfig? Ist dein Jagdtrieb so stark, dass du dich deswegen so blödsinnig verhältst?“

Es ging um dich.

„Wie meinst du das?“

Ich habe dadurch dafür gesorgt, dass du vollständig erwacht bist.

Mourose war völlig perplex und wusste nichts zu erwidern. Es war ein sehr unangenehmer Gedanke, aber er wurde ihr allmählich bewusst: Nur durch Bens Tod und die daraus resultierende Sorge um ihre Freunde war ihre wahre Kraft entfesselt worden.

„Aber dadurch bist du doch selbst in Gefahr geraten. Ich hatte dich fast umgebracht! Das ergibt doch keinen Sinn.“

Was hättest du mir nützen können als das unkontrollierte Chaos, dass du vorher warst.

„Aha. Hätte ich mir auch denken können. Es geht dir nur darum, einen Nutzen aus mir zu ziehen. Du glaubst, ich spiele jetzt deinen Bodyguard, was? Und damit ich das auch ordentlich mache, hast du mich eine Stufe aufsteigen lassen. Aber daraus wird nichts. Ich lasse mich nicht derartig benutzen!“

Dann muss ich dich töten.

„Das nennt man auch Erpressung, du Miststück!“

Eine bedrohliche Stille breitete sich zwischen ihnen aus.

„Glaub ja nicht, dass du mich mit deinem Schweigen mürbe machen kannst. Ich habe mich schon damit abgefunden, hier zu sterben,“ knurrte sie. Sie war selbst erstaunt darüber wie ruhig sie mit der Situation umging.

Ich verstehe nicht, warum du nicht einwilligst.

„Was hätte ich für einen Vorteil davon?“

Solange das Bündnis gilt, würden dir meine Kräfte zur Verfügung stehen. Ich würde dich beschützen. Im Gegensatz zu dir weiß ich was Loyalität ist.

„Sehr witzig. Das Problem dabei ist, dass ich mir dabei nicht gleichberechtigt vorkommen würde. Du kannst meine Gedanken lesen, aber vor mir versperrst du dich. Du scheust nicht davor, mich in meinen Gefühlen zu manipulieren, um deine Ziele durchzusetzen. Die Frage ist, was du in Zukunft mit mir –oder den anderen- machen würdest. Es ist nur dein Egoismus, der dich antreibt. Und ich bin nur deine Schachfigur. Ich habe einfach kein Vertrauen in dich.“

Endlose Sekunden verstrichen.

Ich verstehe das Konzept Vertrauen nicht.

Mourose seufzte.

„Das überrascht mich kein bisschen.“

Was müsste ich tun, damit du mir vertraust?

„Genau das ist das Problem. Du denkst zu funktionell. Du glaubst, wenn du etwas tust, dann erreichst du die gewünschte Reaktion. Aber Vertrauen entsteht, wenn man weiß, das der andere unter Umständen bereit ist die eigenen Prioritäten zurückzustellen, ohne sich einen Nutzen davon zu versprechen. Ich weiß aber genau, dass du mir in den Rücken fallen wirst, wenn du eine bessere Option als meinen Schutz findest. Du bist nicht in der Lage selbstlos zu handeln. Du gibst nur etwas von dir, wenn du dir etwas davon versprichst.“

Ich habe dir geholfen, ohne einen Nutzen daraus zu ziehen.

„Und was sollte das bitte sein?“

Ich habe dir in deinen Träumen gezeigt, was auf dem Schiff geschehen ist.

Sie sah überrascht auf.

„Ich verstehe nicht...“

Die Sache mit dem Gift. Alleine hättest du nie rekonstruieren können, was geschehen war.

„Aber ich erinnere mich überhaupt nicht an irgendwelche Träume...“

Das ist auch nicht nötig. Dein Unterbewusstsein erinnert sich. Das reichte, um deine Gedanken in die richtige Richtung zu stoßen.

Sie schwieg. Wenn das wahr sein sollte, musste sie die Situation neu überdenken.

„Dann verstehe ich nicht, warum du das gemacht hast.“

Es erwiderte darauf nichts. Sie seufzte tief und rieb sich die Augen. Wie verrückt war das eigentlich alles? Sie könnte das Angebot annehmen. Es wäre jedenfalls eine bessere Situation als diese ständigen Versuche, sich gegenseitig umzubringen. Und es wäre sicherlich nicht das schlechteste, ein derartig mächtiges Wesen an ihrer Seite zu haben. Aber wohl wäre ihr nicht dabei. Dass es ihr in der Sache mit dem Gift geholfen hatte wog nicht annähernd auf, was es an anderen schlimmen Dingen getan hatte. Sie schüttelte langsam den Kopf.

„Tut mir leid. Ich kann mich nicht darauf einlassen. Du verlangst zu viel von mir.“

Da machte es plötzlich einen Satz auf sie zu, nahm ihr kurzes Messer aus dem Gürtel und drückte es in ihre Hand.

„He, was wird das denn jetzt?“ rief sie verwirrt. Zu ihrer Verwunderung zog es ihre Hand zu sich heran und setzte die Klinge an seinen Hals.

Dann töte du mich. Ich würde hier sowieso früher oder später sterben, wenn du mir nicht hilfst.

Mourose war wie versteinert.

„Aber das bringt dich doch nicht um, oder? Ich hatte dich komplett durchbohrt und du bist nicht gestorben.“

So würdest du mich aber töten.

Das war ihre Chance! Sie würde es umbringen können und sogar überleben! Alles könnte wieder wie früher sein!

„Es ...tut mir leid. Wenn ich dich am Leben lasse, wäre mein Verrat umsonst gewesen sein.“

Ich weiß.

Mit erschreckender Gelassenheit gab es sich seinem Schicksal hin. Sie müsste nur zustoßen und dieser ganze Spuk hätte endlich ein Ende. Aber warum schrie denn etwas schmerzhaft in ihr, es nicht zu tun? Es war die selbe Kraft, die sie daran gehindert hatte, sich zu verwandeln. Ihre Hand begann unkontrolliert zu zittern.

„Warum gibt es für dich als Alternative immer nur den Tod?“ rief sie mit bebender Stimme. Warum zögerte sie? Vielleicht weil sie es nun nicht mehr hassen konnte? So verrückt es auch erschien, sie konnte nicht Richter und Henker sein, nun da sie es in seinen Handlungen verstand. Hätte sie es an seiner Stelle sehr viel anders gemacht? Tränen schossen ihr in die Augen, und das Zittern übernahm ihren ganzen Körper.

Wie aus weiter Ferne hörte sie das Klirren der Klinge auf dem Stein. Fassungslos starrte sie auf ihre nun leere Hand. War sie denn komplett verrückt geworden? Warum warf sie die Gelegenheit weg, die sie sich die ganze Zeit herbeigewünscht hatte? Verzweiflung und Hilflosigkeit breiteten sich in ihr aus und ein krampfartiges Schluchzen schüttelte sie.

Heißt das, du willigst ein?

„Lass mich in Ruhe! Verschwinde endlich aus meinem Leben!“ brüllte sie, völlig im Chaos ihrer Gefühle aufgegangen, und riss ihre Hand aus dem Griff des Biests. Ihr Körper sank zu Boden und sie weinte hemmungslos. Sie war so schwach, so elendig schwach. Sie war nicht die starke und kluge Mourose, die sie geglaubt hatte zu sein. Nicht einmal aus den Geschehnissen der letzten Zeit hatte sie gelernt. Es war egal was nun mit ihr geschah. Der Tod wäre sogar eine Erlösung, eine Erlösung von ihr selbst und ihrer unfassbaren Dummheit. Aber es geschah etwas völlig unerwartetes. Das Biest war mit einer lautlosen Bewegung noch dichter zu ihr herangekommen und nahm mit seinen langen klauenbewehrten Fingern ihre Hände. Verwirrt sah Mourose in das gesichtslose Antlitz auf, das sich im blassen grünen Licht nur als vage Konturen von der Umgebung abhob.

„Was machst du denn jetzt schon wieder?“ fragte sie mit leiser Stimme. Es führte ihre Fingerspitzen an seinen Kopf. Die glänzende Oberfläche der Korona fühlte sich kühl und glatt an. Es war nur noch wenige Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt, und sie spürte seinen kalten Atem in ihrem Gesicht. Sie selbst wagte kaum zu atmen. Sie hatte keine Angst mehr, aber die Nähe dieses bizarren Wesens war dennoch überwältigend. Es ließ ihre Hände los und legte seine Finger an ihre Schläfen. Plötzlich spüre Mourose es. Die Gedankenbarriere brach mit einem Mal zusammen. Sie fühlte was es fühlte. Sie spürte den brennenden Schmerz in seinem Oberkörper, die Wunde des abgehackten Auswuchses am Rücken. Sie stöhnte und wand sich unter der Pein, aber es ließ sie nicht frei. Nach einiger Zeit gewöhnte sie sich etwas und fühlte noch weitaus mehr als das. Einsamkeit. Wut. Und Verwirrung. Sie war etwas überrascht. Es hatte immer so reagiert, als würde es keine Zweifel empfinden können. Und doch spürte sie ganz deutlich, dass es im Kampf mit sich selbst war. Aber noch etwas passierte: Sie spürte seine Präsenz nun sehr deutlich, sogar klarer und stärker als die jedes anderen Wesens.

Ihr war klar, was das bedeutete: Es gab seinen besten Vorteil ihr gegenüber auf. Langsam ließ es die Finger von ihren Schläfen gleiten. Die Verbindung verlor an ihrer Intensität, aber sie blieb bestehen. Mourose merkte, dass sie flach und hektisch atmete. Diese Erfahrung war wie ein Rausch gewesen. Wären diese intensiven Gefühle ihre eigenen gewesen, würde sie diese niemals unter Kontrolle bekommen.

„Warum hast du das gemacht?“ fragte sie als sie wieder einigermaßen zur Ruhe gekommen war. Es antwortete nicht. Sie fühlte seine Unsicherheit über die Richtigkeit seiner Handlung. Mourose spürte wie das Gefühl der Ohnmacht und Schwäche von ihr abfiel. Sie hatte es nun nicht mehr mit einem überlegenen Gegner zu tun. Dadurch, dass sie seine Gefühle und seine Präsenz spürte, erschien es auf einen Mal verletzlich. Es sank langsam in sich zusammen und legte sich vor ihr auf den Boden. Sie hatte seine Schmerzen geteilt, sie waren unerträglich gewesen. Mit einem Mal tat es ihr leid, was sie ihm angetan hatte. Sie nahm das bereits schwächer leuchtende Knicklicht vom Boden auf und betrachtete die zahlreichen Wunden genauer. Sie bluteten nicht mehr und es hatte sich bereits eine dünne Haut darüber gebildet. Der Rückenfortsatz war aber fast am Ansatz mit einem geraden Schnitt abgetrennt worden.

Das wächst nach.

Mourose zog erstaunt die Augenbrauen hoch. Derartig zäh wäre sie auch gerne. Ohne die Regenerationskammern wäre sie an ihren Verletzungen schon mehrfach gestorben. Bei dem Stichwort fiel ihr etwas ein.

„Du warst es, nicht wahr? Du hast mich nach dem Kampf in die Kammer gebracht.“

Sie bekam keine Antwort, aber sie wusste, das es so war. Sie hatte es vorher schon gewusst, aber es war ihr zu abstrus vorgekommen. Nun ergab alles einen Sinn.

„Und was stellst du dir jetzt vor, was geschehen soll? Glaubst du ernsthaft, ich könnte Luzifer dazu bewegen, dass du hier bleiben darfst? Er würde dich allerhöchstens in einem Käfig dulden.“

Sie fühlte die Verachtung, die diese Vorstellung in dem Wesen hervorrief.

Ich werde tun, was du verlangst. Aber ich werde mich nicht wieder einsperren lassen.

Sie seufzte.

„Das würde ich an deiner Stelle auch nicht wollen.“

Es würde mehr als schwierig werden. Luzifer wäre sowieso schon wütend genug, weil sie ihn hintergangen hatte. Und aus dem Standpunkt der Vernunft heraus würde sie seine Einstellung nachvollziehen können. Sie wusste ja selbst nicht so recht, was sie zu ihrer Entscheidung getrieben hatte. Irgendwie war sie an dieses Wesen gebunden, vom ersten Augenblick ihres Zusammentreffens an.

„Du erhoffst dir doch mehr, als dein Leben lang hier zu verbringen, oder?“

Es schnaufte verächtlich.

Natürlich.

„Glaubst du denn es gibt noch welche von deiner Art?“

Die Antwort kam erst nach einigen Sekunden.

Ich weiß es nicht.

“Solltest du aber doch auf sie treffen, dann wären wir wieder Feinde, nicht wahr?“

Ich werde dich nicht über die Prioritäten meiner Art stellen.

Mourose nickte.

„Das verstehe ich. Dir sollte aber klar sein, dass ich im Begriff bin, genau das für dich zu tun. Sollte ich daher nur einmal den Verdacht haben, dass du mich nur benutzt, manipulierst, jemanden angreifst, versuchst an die Oberfläche zu gelangen oder in irgendeiner Weise gegen unsere Abmachung verstößt, ich werde nicht noch einmal zögern, dich zu töten. Jetzt weiss ich ja, wie es geht.“

Sie spürte, wie ihre Kraft zurückgekehrt war. Es waren die Zweifel gewesen, die sie gefesselt hatten. Endlich war ihr Inneres wieder eins.

Lange Zeit hüllte das schwindende Licht sie in Schweigen. Sie fühlte auf einmal, dass ihr Gegenüber eingeschlafen war. Leise stand sie auf und verließ den Raum, um den Strom wieder einzuschalten. Vor ihr lag der weitaus schwerste Kampf ihres bisherigen Lebens.

© 2005 by Codo Stellaris