Endlich habe ich mich mal getraut. Ich habe mir ein Mikro geschnappt und reingesungen. Ein komisches Gefühl nach fast zehn Jahren Singabstinenz.
Dabei habe ich hoffentlich ein grundlegendes Problem meiner Musik überwunden. Ich komponiere nämlich eigentlich in einem Stil, der eher für Gesang geschaffen ist. Außerdem kann ein instrumentales Stück meist noch so gut sein, es verschafft eben doch weitaus mehr Hinhöreffekt, wenn auch gesungen wird.
Nun ist mir das zugegebenermaßen sehr schwer gefallen. Ich habe zwar über viele Jahre im Chor gesungen. Nur leider hatte ich damit immer ziemliche Probleme. Meine Stimme ist schon in frühen Jahren dunkel gewesen, aber der Chor, da recht klein, sang immer nur Sopran. Das war für mich teilweise echt eine Qual. Schnell kippte ich in die Kopfstimme und klang dann in den Höhen dünn und gequetscht.
Und da ich damals Kind bzw. Jugendliche war, dachte ich immer, mit meiner Stimme wäre was nicht in Ordnung, und alle anderen wären besser als ich. Dabei lag das gar nicht an mir. Aber es war schon zu spät, ich verließ den Chor letztendlich ziemlich gefrustet und verunsichert. Erst später erkannte ich, daß meine Stimme völlig in Ordnung ist. Nun fange ich wieder an, Stimmübungen zu machen. Denn wie beim Sport muss man die Stimme nun mal trainieren, es nützt nichts, nur theoretisch zu wissen, worauf es ankommt. Ich mache auch schon einige Fortschritte, aber die vielen Jahre des Nichtsingens haben schon eine Lücke in meine gesangliche Entwicklung geschlagen, das brauche ich nicht zu leugnen.
Hier könnt ihr jedenfalls mal reinhören, woran ich gerade arbeite. Es ist eine Coverversion von “Automatic Lover” aus dem Jahre 1978, ursprünglich von Dee Dee Jackson gesungen, wobei ich die Version von Sylvia, die ein Jahr später erschien, schon immer besser fand. Normalerweise halte ich selbst nicht viel davon, wenn jemand covert, weil das heute inflationär gemacht wird. Da hat man das Gefühl, die Leute wollen sich trotz mangelnder Eigenkreativität ein Stück des Ruhmes anderer Leute abschneiden. Aber ich mache es halt, weil ich das Stück wirklich sehr mag. Es ist auch die Frage, ob ich es wegen der Lizenzgeschichte jemals offiziell herausbringen werde.
Ich mag die melancholische Stimmung und die etwas ironischen Textzeilen, ebenso den etwas eintönigen Charme der ersten Synthieklänge. Daher habe ich meine Version auch an den Klang der damaligen Zeit angepaßt und nicht was super-modernes draus gemacht. Da ich noch dran arbeite (z.B. muss ich die Gesangsparts noch mal mit einem besseren Mikro aufnehmen) und ich auch sonst Probleme mit der Lizenz bekommen würde, ist es nur ein Ausschnitt.
Codo Stellaris-Automaic Lover (Demo)
Den Rest meiner Musik könnt ihr bei Mp3.de kostenlos hören. Nach und nach werde ich meine fertigen Werke (und das ist eine ganze Menge) dort hochladen.
www.mp3.de/home/codo_stellaris
Einsortiert in Musik
Hallo Codo,hier ist Mina (Panakita).
Ich habe mir deine Songs angehört,ich muss sagen,du hast eine sehr schöne Stimme.Nicht die ganz normalen schrillen die es in Hülle und Fülle gibt.Ein echtes Original,und da schleim ich nicht,ich sag einfach was ich denke.
Die Musik ist auch sehr sehr schön,irgendwie erinnert es mich an Fantasy Welten,ich mag sowas ganz arg,alle 3 Stücke sind ganz besonders.
Bitte mach weiter ,und bleib so wie du bist.Irgendwie mag ich dich ,an den vielen Beiträgen auch die ich im Levelbase gelesen habe kommt ein sehr originalen Charakter raus.
Liebe Grüße
Mina