11.29.10
Bislang 4 Kommentare:
Chris
12.09.10, 16:30
Genial!
Wie Recht du hast.
otto
12.24.10, 01:19
Wer davon lebt, Schuhe zu produzieren oder zu verkaufen oder beides in Kombination, wird seinen Erfolg in den meisten aller Fälle am Wachstum der produzierten und verkauften Stückzahlen bemessen.
Kreist das Denken und Streben in erste Linie darum, wie die produzierten und verkauften Stückzahlen weiter zu steigern sind (quantitatives Wachstum) , führt dies unvermeidlich zu anderen Handlungsentscheidungen und anderen Produkten, als wenn das Denken und Streben darum kreiste, wie sich der Nutzen des Produktes für den Anwender weiter steigern lässt (qualitatives Wachstum).
Wenn nun diese Kippelschuhe in der Tat zur Folge haben -worüber ich hier und jetzt definitiv keine Aussage machen kann, weil ich mich damit noch nicht befasst habe -, dass sie den Gelenken im Grund nutzlose Mehrbelastung zumuten, dann offenbart sich damit, dass sich sein Schöpfer vor allem darum bemüht, die Stückzahlen in Produktion und Abverkauf zu steigern, weil jeder Kippelschuh, der neben den “normalen” Schuhen zusätzlich verkauft werden kann, unter dem Strich das Gesamtwachstum der produzierten Schuhe steigert.
Nun ist das richtige Gehen in der Tat eine Angelegenheit von enormer Bedeutung für die Gesunderhaltung des Bewegungsapparates.
Im Rahmen eines Kunstprojektes sinnierte ich vor etwa 10 Jahren über die anatomischen Details des Fußes eines fiktiven Zukunftsmenschen (angenommene Zeitspanne der Weiterentwicklung rund 1000 Generationen, rund 25000 Jahre).
Während einer Kaffeepause laufe ich an einem Fernsehapparat vorbei, über den gerade eine Talkshow flimmerte. Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie da jemand über die Bühne spaziert in einer Gangart, die mich spontan an den Entwurf des Fußes erinnerte, an dem ich doch gerade arbeitete. Am nächsten Morgen lieferte mir ein Telefonat mit der RTL-Redaktion die Kontaktdaten eines Dr. med. Peter Greb, Allgemeinmediziner in Norddeutschland.
Die Kontaktaufnahme mit diesem Herren Greb führte mich dann gleich am nächsten Wochenende in einen Workshop irgendwo bei Kiel und ich lernte etwas sehr faszinierendes kennen. Eine Art zu gehen, die mir eine bis dahin nicht gekannte Beweglichkeit und eine konkurrenzlos gelenkschonende Bewegungsart bescherte. Für NULL Euro !
Codo hat es schon angesprochen …. Barfußgänger scheinen viel gesünder zu gehen als konventionelle Schuhläufer. Und Greb hat mir gezeigt, worum es genau dabei geht.
Es geht um „Ballengang“. Das Schreiten über den Ballen statt über den Hacken hat zur Folge, dass das Skelett in seinem Muskelkleid schwimmt, ohne die typischen Gelenkstöße hinnehmen zu müssen, die der Hackengang zwingend verursacht.
Für den auf Wachstum gierenden Schuhhersteller ist das keine attraktive Erkenntnis, weil man im Ballengang auch sehr gesund völlig ohne Schuhe klar kommen kann, und wenn doch Schuhe, dann sind keinerlei HighTech-Systeme nötig, um Schockabsorber zu integrieren, welche die Schäden falschen Laufens begrenzen sollen. Wer richtig geht, verursacht diese Stöße in die Gelenke erst gar nicht.
Beispiel:
Für das Joggen werden heute die faszinierendste HighTech-Schuhe angeboten, die den Läufer vor zu hoher Belastung in den Gelenken schützen sollen und in der Tat – ein Freund von mir hatte sich preiswerte und nur wenig schockgedämpfte Laufschuhe gekauft und sich als City-Runner (er wohnt halt nicht im Grünen) durch stetes Laufen auf Asphalt und Beton binnen 2 Monaten ernste Gelenkprobleme an Fuß- und Kniegelenken zugelegt.
Das erfuhr ich, NACH DEM folgenden Erlebnis das ich selbst mit dem laufen hatte.
Auch ich begann das Laufen. War zu dem Zeitpunkt aber schon mit dem Wissen über den Ballengang versorgt. Ich begann das Laufen völlig ohne spezielle Laufschuhe. Ich kaufte mir spottbillige Hallen-Turnschuhe, völlig ohne Sohlenpolsterung. Man lief darin im Grunde nur auf einer mit Stoff beklebten Gummisohle. Mit diesen Schuhen lief ein halbes Jahr, ohne auch nur den Anflug von Gelenkproblemen. Jedoch — ich lief im Ballengang!. Und — ich lief im Grünen. Nicht auf Asphalt oder Beton.
Dann zog ich aber um und lebte von da an auch in der City.
Von da an lief ich selbst vor allem auf Asphalt und Beton. Wie mein Freund. Nur lief ich selbst mit völlig ungepolsterten Hallen-Turnschuhen. Trotzdem habe ich zu keinem Zeitpunkt Gelenkprobleme bekommen. In den ersten Tagen spürte ich eine Zug in den Waden und hatte auch so was erwartet, weil das Laufen auf Stein einfach noch mehr Federung in dem für den Ballenlauf typisch gebrauchten Skelett-Muskel-System fordert, um eben die beim Hackengang gnadenlos durchschlagenden Stöße des harten Grundes in das Skelett hinein abzufangen.
Wenn Kippelschuhe eine Gefährdung der Gelenke erwarten lassen, aber vielleicht einen Knaackarsch machen, dann würde ich unbedingt dazu raten, den ballen gang zu üben. Der kostet Null Euro. Auf Basis von gut 10 Jahren empirischer Selbsterfahrung kann ich verbindlich berichten, dass es eine offensichtlich konkurrenzlose Methode ist um die Gelenkje zu schonen und die auch dabei spürbar aktivere Muskelarbeit ist ebenfalls dem Knackarsch zuträglich.
Codos Empfehlung zu leichten, bequemen Schuhen ist optimal, weil gerade solche Schuhe auch den Ballengang zulassen können.
Wollte man von “qualitativem Wachstum” sprechen, dann wäre ein dem Ballengang zuträgliches Schukonzept ein echter Knaller, aber um auf so einen Knaller zu kommen, dürfte man halt nicht nur in Stückzahlen und Bilanzen denken, sondern an die bestmöglich zu unterstützende Gesundheit seiner Kunden. Das ist in Zeiten ackermannscher Profitphantasien jedoch ein gesitiger Ort, an den die Jünger des grenzelosen Wachstums nicht schauen können. Darum gibts wohl noch eine Weile Kippelschuhe und allerlei andere lustige Dinge die keiner braucht.
:-)
Dora
02.28.11, 10:51
Einfach mal einen “Shaping” Schuh an einen Fuß ziehen und und den anderen Fuß barfuß lassen. Und jetzt loslaufen…. Wer da nichts merkt, merkt auch sonst nichts mehr. ![]()
Am besten ist Barfußlaufen. Nur so trainiert man seine Muskeln. An zweiter Stelle stehen Schuhe, die dem Barfußlaufen nahe kommen. Also ganz flach, dazu sehr leicht und beweglich. Zehenschuhe beispielsweise. Oder Feelmax. Oder Senmotic pure shoes.
Diese Schuhe ermöglichen auch den Ballengang.
Ballenläufer
12.08.11, 15:46
Lies mal den Artikel hier ![]()
http://ballengangblog.blogspot.com/2011/09/von-schuhen-und-straffen-pos.html
wir dir gefallen.
Grüße