Ich suche einen Käufer für meinen Warzenenten-Erpel Eric.
Das gestaltet sich leider etwas schwierig. Erstens weil der Abnehmer wegen der wahrscheinlich wieder drohenden Stallpflicht einen Stall haben muss, und zweitens, weil ich nicht möchte, dass Eric geschlachtet wird. Da es mittlerweile viele Laufenten-Halter gibt, die ihre Tiere als Haustiere und nicht als Nutztiere halten, besteht ja vielleicht die Möglichkeit, dass jemand auch an einer anderen Entenart Gefallen findet.
Ich halte beide Arten und kann sagen, dass beide ihre liebenswerten Seiten haben, und dass Warzenenten gegenüber Laufenten sogar einige Vorteile haben.
Eric ist zwar eine Naturbrut, aber er ist trotzdem so zahm, dass er aus der Hand frisst und sich nach entsprechender Gewöhnung an neue Leute mit ruhiger Hand auch streicheln läßt. Ich halte meine Enten aus reiner Liebhaberei.
Dass sie im Garten fleißige Schädlingsvernichter sind, Schnecken fressen, Wühlmäuse vertreiben und reichlich leckere Eier legen sind natürlich schöne Nebeneffekte, die auch neue Besitzer schätzen lernen werden. Das Schlachtalter hat er mit zwei Jahren sowieso schon längst hinter sich, jetzt würde er nur noch zäh und tranig schmecken.
Eric braucht natürlich eine Partnerin. Bei mir sind es leider zu viele Erpel und daher gibt es ständig Keilerein. Eric ist der stärkste und dominanteste neben Richard, der noch das Zepter in der Hand hält. Aber da er jede Gelegenheit nutzt, die anderen Erpel zu Kampf zu provozieren, sehen nicht nur seine Gegner, sondern er selbst schon reichlich gerupft aus. Verletzungen gab es zum Glück noch nicht. Mit der nächsten Mauser wird er aber wieder ein sehr schöner und stattlicher Erpel werden.
Menschen gegenüber ist er absolut friedlich. Wenn Hunde in der Nähe sind, sollten sie entweder Geflügeln gegenüber freundlich oder gut ausgesperrt sein, denn Eric hat keinerlei Scheu vor Hunden und würde nicht fliehen. Diese Enten sind sehr, sehr häuslich und gehen nur auf Wanderschaft, wenn es ihnen an etwas mangelt.
Neben dem Stall sollte genug Auslauf mit Möglichkeit zum Grasen vorhanden sein. Ein Teich oder Flusslauf wäre zwar toll, ist aber nicht zwingend notwendig, da diese Art so gut wie nie schwimmt. Große, flache Schüsseln mit täglich frischem Wasser reichen zum Trinken, Schnabelspülen und zur Federpflege aus. Zufüttern ist nur wenig nötig, wenn sie selbst genug zu fressen finden können. Warzenenten sind Allesfresser, man nennt sie nicht umsonst “das kleine Schwein.”
Zusätzlich zu dem, was sie sich selbst suchen, vertilgen sie gerne Weizen, Brotreste, gekochte Kartoffeln, aber auch Fleisch, Gemüse und Obst. Man sollte nur darauf achten, dass sie nicht zu viel Salz bekommen und alles möglichst gut zerkleinert und eingeweicht ist.
Sie sind im Vergleich zu Laufenten eher gemächlich und sind vor allem sehr leise: Die Erpel sind bis auf Zischlaute absolut stumm, die Enten geben selten leise Gurrlaute von sich. Genervte Nachbarn wird es also nicht geben.
Außerdem kommen sie mit der Stallpflicht besser zurecht als die bewegungslustigen Laufenten. Außerhalb der Aufstallungszeiten sollte keine Entenart aber ganztägig eingesperrt werden. Das ist und bleibt Tierquälerei, die die Tiere krank macht und Verhaltensstörungen verursacht. Alles andere ist realitätsfremde Propaganda!
Es würde mich wirklich freuen, wenn Eric eine neue Bleibe findet, damit er und meine Gruppe in Frieden weiterleben können.
Wir wohnen im Raum Lübeck. Bei Interesse einfach per E-Mail melden (webmaster@codos-cosmos.de), ich beantworte auch unverbindlich noch offene Fragen und würde auch nach dem Kauf weiterhin Hilfe und Tipps geben.
Als Preis gebe ich 15 Euro an. Es geht mir nicht darum, etwas daran zu verdienen. Aber Tiere verschenke ich nur ungerne. Wer ein echter Tierfreund ist, wird sich daran nicht stören.
Ich würde auch gegen eine Laufenten-Dame tauschen! Das Alter sollte idealerweise ungefähr drei Jahre betragen, Farbe ist egal!
(Fotos stelle ich noch ein)
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