08.02.10

Eigenartiges Verständnis von Sauberkeit, Moral und Gerechtigkeit

Letzten Samstag war es endlich soweit: Übergabe unserer teuren, kalten, feuchten Wohnung. Lief verhältnismäßig glimpfig ab, aber wir mussten die Fenster noch mal putzen. Wir waren zwar nach Mietvertrag nur für “besenrein” verpflichtet, aber die Vermieterin meinte, wir wären “moralisch” dazu verpflichtet, weil sie damals auch geputzt gewesen wären.

Es wäre ja alles “pikobello” (ich hasse dieses Wort) gewesen. Ja ja, sicher! Oberflächlich war damals sauber, aber die Wohnung war damals so dreckig, dass wir bei Einzug zwei Wochen putzen mussten. Auf den Küchenschränken wachsartige, nach Fisch stinkende Ablagerungen. Überall ein roter Staub, der wahrscheinlich vom Abschleifen der Treppe kam. Die Dusche mit einem undefinierbaren, braunen Film (Seife und Menschenfett?) so verdreckt, dass nur noch Kloreiniger geholfen hat. Und das Beste: Zigarettenkippen steckten in der Schlafzimmerdecke. Aber die Fenster waren ja geputzt. (weiterlesen…)

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